Zeitkapsel: Botschaften für die Nachwelt

Im Kellergeschoss des KSB-Neubaus wird eine Schatzkiste für die Nachwelt aufbewahrt: Hinter Plexiglas befindet sich eine Zeitkapsel mit Hunderten von Erinnerungsstücken von KSB-Mitarbeitenden und der Bevölkerung von Baden.

Ursprünglich war vorgesehen, diese Metallbox im Rahmen einer Grundsteinlegung im Boden zu versenken und zuzubetonieren. Doch von diesem Vorhaben sah man ab. KSB-CEO Adrian Schmitter erklärt den Grund: «Das Risiko, dass man die Zeitkapsel dereinst nicht mehr finden wird, erschien uns zu hoch. Deshalb beschlossen wir, die Kiste in einer Nische im Untergeschoss zu deponieren und mit einer Glasfront zu versiegeln. So werden auch nachfolgende Generationen stets wissen, wo wir die Zeitkapsel hinterlegt haben.»

Die Zeitkapsel wird im Neubau hinter Plexiglas der Nachwelt überlassen. Bauprojekt-Leiter Hansruedi Gmünder, KSB-CEO Adrian Schmitter, KSB-Präsident Daniel Heller und Architektin Christine Nickl-Weller platzieren sie.

Was befindet sich in der Zeitkapsel?

Die Metallbox enthält Hunderte von Souvenirs, die einen Bezug zur Gegenwart und zum Gesundheitswesen haben. Die Bevölkerung und die KSB-Mitarbeitenden waren im Sommer 2019 aufgefordert worden, Erinnerungsstücke zusammen zu tragen und ins KSB zu bringen. «Es ist unglaublich, wie viele Leute unserem Aufruf gefolgt sind und ein persönliches Erinnerungsstück für die Zeitkapsel mitgebracht haben», sagt Schmitter. Er wertet dies als Beleg für die starke Verankerung des KSB als Arbeitgeber und Institution in der Region.

Was die Zeitkapsel genau enthält, bleibt ein Geheimnis, das erst in ferner Zukunft gelüftet werden soll. Die Truhe soll erst geöffnet werden, wenn das neue Spital dereinst das Ende seines Lebenszyklus erreicht haben wird. Dies sollte nicht vor dem Jahr 2070 der Fall sein. Denn die Planer gehen davon aus, dass das neue Gebäude während fünfzig bis sechzig Jahren seinen Zweck erfüllen wird.

Rückbau statt Sarnierung

Das aktuelle Bettenhaus des KSB wurde 1978 eröffnet und befindet sich nach über vierzig Jahren Betrieb in einem Zustand, in dem sich eine Sanierung nicht mehr lohnt. Deshalb wird das Gebäude aus den 1970er Jahren zurückgebaut, sobald der Betrieb im Neubau aufgenommen sein wird. Ob die Bauarbeiter beim Abriss auf eine Zeitkapsel aus dem Jahr 1978 stossen werden, wird sich zeigen. Fakt ist, dass keine Aufzeichnungen vorhanden sind, die Aufschlüsse geben, ob und allenfalls wo seinerzeit eine Zeitkapsel ins Erdreich vergraben wurde.

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