Ausblick auf die Baustelle

Aushub füllt Deponie

230 000 Kubikmeter Erde mussten weichen. Nun verschönert der Aushub ganz in der Nähe die Landschaft.

Für die Aushubarbeiten beim Projekt «Agnes» waren rund 19’000 Lastwagenfahrten nötig. Das hört sich erstmal nach viel an, entpuppt sich aber als logistische Meisterleistung, bei der Nachhaltigkeit und Umweltschutz eine wichtige Rolle spielten. Der KSB-Neubau kann dank vieler getroffener Massnahmen als «grüne Baustelle» bezeichnet werden.

230000
Kubikmeter Erde –
aus Deponie wird Wiese

Wie transportieren wir den Aushub möglichst umweltschonend ab? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Gesamtprojektleitung «Agnes» ausführlich. Der Bau eines Bahngleises wäre ebenso ineffizient gewesen wie die Errichtung eines Förderbandes. Somit kamen für den Abtransport der Erde nur Lastwagen infrage. Damit konnte ebenfalls die Frage geklärt werden: Wohin mit dem Aushub?

Deponie wird Wiese

Der grösste Teil des Aushubs landete in der nahegelegenen Deponie Rebhübel in Dottikon. Dort wurde das ehemalige Kiesabbaugebiet mit der Erde aufgefüllt und renaturiert – das heisst, in einen möglichst naturnahen Ursprungszustand zurückgeführt. Bereits heute nutzen Bauern die ehemalige Deponie landwirtschaftlich. Die meiste Erde musste man dafür nicht speziell aufbereiten, da sie bis anhin grüne Wiese war. Sie war weder von Baumaterialien noch von Abwässern kontaminiert. Teilweise leicht verunreinigtes Material mit Fremdstoffen wie Ziegeln und Beton lagert separat.

Ausblick auf die Baustelle

Wohin mit dem Aushub? Ins Rebhübel - dort wird das Kiesabbaugebiet renaturiert.






Die Deponie Rebhübel konnte pro Tag nur eine beschränkte Menge an Aushub aufnehmen. Deshalb transportierten die Chauffeure einen kleinen Teil in die Deponie des Bauunternehmens Holcim nach Mülligen. Ein weiterer Teil blieb gleich vor Ort: In rund zwei Jahren wird dieser für Auffüllarbeiten benötigt. Dafür hat das KSB unmittelbar neben der Baustelle eine Deponie mit Aushubmaterial angelegt. Diese muss zwar bis dahin unterhalten werden. Es vermeidet aber jetzt und in zwei Jahren Lastwagenfahrten.

Zusätzliche Strasse für die Sicherheit

Weitere organisatorische Knacknüsse stellen die Sicherheit und der Verkehrsfluss dar – nicht nur während der Aushubphase, sondern während der gesamten Bauzeit. Trotz der zahlreichen Lastwagenfahrten muss die Sicherheit für Fussgänger und Verkehr auf dem Areal jederzeit bestehen bleiben. Auch die Ambulanzfahrzeuge müssen immer freie Fahrt haben.

Für diese Herausforderungen fanden die Planer ebenfalls eine einfache und effiziente Lösung: Eine separate Zufahrtstrasse zur Baustelle. Diese verläuft grösstenteils ausserhalb des KSB-Areals. Für Transporte, die zwingend über das Areal fahren müssen, gibt es zur Entlastung eine provisorische dritte Spur als Standspur. Das reduziert die Stau- und Unfallgefahr. Wenn das neue Spital einmal fertig ist, werden diese Baupisten wieder zurückgebaut.

Fahrzeuge auf dem neusten Stand

Auch bei den Fahrzeugen achtet die Bauherrschaft auf eine möglichst umweltschonende Lösung: Alle Lastwagen auf der Baustelle erfüllen die Euro Norm 6. Dies entspricht der neusten Abgastechnologie. Um die Staubemissionen zu vermindern, passieren die Lastwagen bei trockenem Wetter zudem die eigens dafür errichteten Waschanlagen.

Die Projektleitung legt nicht nur bei den Aushubarbeiten, sondern auch bei den Baumaschinen Wert darauf, dass sie die Umwelt möglichst wenig belasten: Alle verfügen über Russpartikelfilter, die grossen Bagger sind mit der neusten Motorentechnologie ausgerüstet, einer ist zudem mit einem Hybridantrieb ausgestattet. Auch diese Massnahmen reduzieren den Ausstoss von Feinstaub bestmöglich.

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