Illustration eines Fett-Monsters dass von einem

Fettes Teil: Dieser Apparat schützt das KSB vor einem Fettinfarkt

Zu viel Fett schadet nicht nur dem menschlichen Körper, sondern kann auch einen Gebäudekomplex zum Infarkt bringen. Ein spezieller Fettabscheider sorgt im KSB-Neubau dafür, dass Fett- und Ölreste auch künftig sauber vom restlichen Abwasser getrennt werden.

Zu viel Fett schadet nicht nur dem menschlichen Körper, sondern kann auch einen Gebäudekomplex zum Infarkt bringen. Ein spezieller Fettabscheider sorgt im KSB-Neubau dafür, dass Fett- und Ölreste auch künftig sauber vom restlichen Abwasser getrennt werden.

Nein, es ist nicht nur die Medizin, die in einem Spital dafür verantwortlich ist, dass Menschen genesen, sich erholen oder schmerzfrei sind. Da gehört schon einiges mehr dazu, zum Beispiel eine intakte, ausgeklügelte Infrastruktur. Mit dem Projekt Agnes transformiert sich das Kantonsspital Baden vom traditionellen, eher verschlossenen Gebäudekomplex aus den 70er-Jahren zum hochmodernen Gesundheits-Campus, Marke «Healing Architecture».

Höchste medizinische Ansprüche kombiniert mit höchsten Ansprüchen an die Immobilie. Perfektionierte Wege, Abläufe und Zuständigkeiten gehören ebenso dazu wie eine einwandfreie Gebäudetechnik, die einen reibungslosen Betrieb der komplexen Spitalwelt überhaupt erst ermöglicht. Wir sprechen beispielsweise von Wärme- und Kälteanlagen neuesten Standards. Von einer lückenlosen Energie- und einer keimfreien Wasserversorgung – und von diesem Dings namens Fettabscheider, das ebenfalls wichtig ist. Fettabscheider? Ja, Fettabscheider.

Fette Frage, satte Antwort

Bevor wir die Funktion eines Fettabscheiders klären, beantworten wir folgende Frage: Wo genau liegt das Problem beim Fett? Grundsätzlich ist Fett ist ein wichtiger Nährstoff für unseren Körper. Denn die lebensnotwendigen Fettsäuren brauchen wir, um Hormone zu bilden oder Zellwände aufzubauen. Bei der Nahrungsaufnahme ist allerdings wichtig, sogenannt ungesättigte Fettsäuren zu sich zu nehmen. Solche Fette sind insbesondere in pflanzlichen Ölen oder im Fisch vorhanden. Gesättigte hingegen kommen in tierischen Produkten wie Würsten oder Butter vor. Bei übermässigem Konsum schaden sie dem Körper, indem sie beispielsweise die Blutgefässe verstopfen. Die Ernährungsprofis am KSB geben Ihnen hierzu gerne genauere Auskünfte. Um nun die Aufgabe eines Fettabscheiders zu klären, machen wir einen Abstecher in die Spitalküche.

Und so funktioniert ein Fettabscheider

Das anfallende, fetthaltige Abwasser fliesst im Neubau über ein spezielles Zulaufbauwerk in den Fettabscheider ein. Inhaltsstoffe, die schwerer sind als Wasser, sinken hier zu Boden und sammeln sich im Schlammfang. Öle und Fette, die eine geringere Dichte haben als Wasser wiederum, schwimmen an der Oberfläche und werden in einem speziellen Abscheideraum vom Abwasser getrennt. Es bleibt also eine Fettschicht zurück, während das weitgehend gereinigte Abwasser fein säuberlich abgeleitet wird. Die Schmutzpartikel wiederum werden in regelmässigen Abständen abgepumpt und sachgemäss entsorgt. Was, wenn man das nicht machen würde?

Damit Baden kein London wird

Erinnern Sie sich an folgende Schlagzeilen? «Eklige Entdeckung: Dieses 130-Tonnen-Monster lauert in Londons Kanalisation», titelte das Magazin «Die Welt» im Herbst 2017. Der «Spiegel» schrieb: «London gegen den Monster-Fettball». Da verstopfte doch tatsächlich ein immenser Fettpfropfen die Kanalisation der englischen Hauptstadt. Eine Masse bestehend aus Schmiermitteln, Öl, Fett, Tüchern, Windeln und anderen unsachgemäss entsorgten Dingen. Die Schreiberlinge überschlugen sich mit Vergleichen: So lang wie zwei Fussballfelder sei das Fettmonster, hiess es. Und so schwer wie zehn Doppeldeckerbusse lautete ein weiterer Vergleich. Das Londoner Fettmonster ist inzwischen beseitigt, jenes im Untergrund des Kantonsspitals Baden wird gar nicht erst herumgeistern. Fettabscheider sei Dank. Tschüss, Monsterchen!






Sicherheit auf der KSB-Baustelle

Die neue Spitalanlage wird künftig nicht nur «fettsicher» sein. Das Thema Sicherheit ist bereits jetzt, wo sich der Campus im Bau befindet, ein grosses Anliegen der Bauherrschaft. Lesen Sie dazu das Interview mit dem externen Sicherheitsberater Stefan Kronenberg, der mitverantwortlich ist, dass die Baustelle unfallfrei bleibt. Oder verfolgen Sie den Bau live via Webcam mit.






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